Die Verfahren
Verfahren
Inhalt :
Applikationsverfahren
  • Innenbeschichtungen
  • Konventionelle Applikation von flüssigen Produkten
  • Elektrostatische Applikation von flüssigen Produkten
  • Pulverbeschichtung mit elektrostatischem (Corona-)Verfahren
  • Pulverbeschichtung mit Tribo-Verfahren
  • Auftragsschichten
     
  • 1-Schicht-Systeme flüssig
  •  
  • Mehr-Schicht-Systeme flüssig
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  • Pulverbeschichtungen ohne Grundierung
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  • Pulverbeschichtungen mit Grundierung
  • Applikationsverfahren
    Innenbeschichtungen
    Durch die Entwicklung eines spezifischen Know-how ist TTM in der Lage, auf Wunsch nur die Innenseite von Rohren bzw. Mikroröhrchen mit folgenden minimalen und maximalen Dimensionen zu beschichten (vorbehältlich Tests im Einzelfall) :  
  • min. Durchmesser : 0.7 mm
  • max. Länge : 4000 mm
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, die Aussenseiten mit dem gleichen (eventuell mit einem anderen) Produkt zu beschichten. Die Innenbeschichtungen bestehen aus Silikon oder Fluorkunststoffen und können für verschiedene Anwendungen vorgesehen sein: elektrische Isolation, chemische Beständigkeit, antistatisches Verhalten, Korrosionsschutz, etc.
    Konventionelle Applikation von flüssigen Produkten mit Druckluftpistole
    Dieses Verfahren wird meistens für Silikon- und Fluorkunststoffprodukte verwendet. Es ist besonders geeignet für komplexe Werkteile mit Vertiefungen bzw. Hohlräumen.
    Elektrostatische Applikation von flüssigen Produkten
    Sie ist prinzipiell eine Alternative zur konventionellen Applikation mit dem Vorteil gleichmässigerer Schichtdicken. Hingegen ist sie weniger geeignet für Werkteile mit komplexer Geometrie.
    Pulverbeschichtung mit elektrostatischem (Corona-)Verfahren
    Bei diesem Verfahren wird das zu beschichtende Werkstück geerdet und ein Hochspannungspotential zwischen dem Sprühgerät und Werkstück aufgebaut. Pulverteilchen stellen sich im elektrostatischen Feld mit ihrer Längsachse auf die Werkstückoberfläche.
    Pulverbeschichtung mit Tribo-Verfahren
    Im Gegensatz zur Pulverbeschichtung mit elektrostatischem Verfahren besteht zwischen Sprühpistole und Werkstück kein Hochspannungspotential, kein Feld und keine Feldlinien. Das Pulver wird durch Reibung in einem Ionisationskanal aufgeladen. Tribo-elektrisch geladene Pulverteilchen verhalten sich wie ein Magnet. Dieses Verfahren ermöglicht die Beschichtung auch von komplexeren Teilen und lässt geringere Schichtdicken zu.
    Auftragsschichten
    1-Schicht-Systeme flüssig
    Diese Produkte in flüssiger Form sind eine Kombination von Fluorkunststoffen (PTFE, FEP oder PFA) und anderen leistungsfähigen Harzen mit dem Ziel, die Festigkeit und Abriebbeständigkeit zu erhöhen. Da sich diese Komponenten durch Wärmetrocknung (zwischen 165°-395°C) stratifieren, werden die meisten Eigenschaften der Fluorkunststoffe (z.B. ein geringer Reibungskoeffizient oder die Antihaftung) beibehalten. Unter bestimmten Bedingungen können diese Produkte ohne Oberflächenvorbereitung aufgetragen werden.
    Mehr-Schicht-Systeme flüssig
    Diese Beschichtungen bestehen aus einer Grundierung, eventuell einer Zwischenschicht sowie aus einer Deckbeschichtung (Finish, Top coat). Die Grundschicht enthält keine oder sehr wenig Fluorkunststoffe (PTFE, FEP oder PFA). Ihre Rolle besteht in der Haftvermittlung zwischen Substrat und Deckschicht. Die Deckbeschichtung oder Finish enthält fast nur reine Fluorkunststoffe und liefert die (gewünschten) optimalen Eigenschaften (z.B. ein geringer Reibungskoeffizient oder die Antihaftung). Hingegen ist die Verschleissbeständigkeit eines Zwei- oder Dreischichtsystems kleiner als die eines 1-Schicht-Systems. Die Temperatur der Wärmetrocknung liegt bei 350°-420°C.
    Pulverbeschichtungen ohne Grundierung
    Die Mehrzahl der Produkte in Pulverform haften am Werkstück auch ohne Applikation einer Grundierung („primer“). Allerdings ist hierfür eine adäquate Vorbehandlung der Oberfläche notwendig.
    Pulverbeschichtungen mit Grundierung
    Einige Produkte in Pulverform benötigen für eine gute Qualität der Endergebnisses die vorgängige Applikation einer Grundschicht. In diesen Fällen steht z.B. die optimale Substrathaftung oder der Korrosionsschutz im Vordergrund.